Rund um die Welt

Unverwüstlich und bis heute auf Achse

Der W50 hatte nicht nur im eigenen Land treue Fans. In den 1980er-Jahren betrug die Exportrate stolze 70 Prozent. Mehr als 40 Staaten importierten die Fahrzeuge. Insgesamt 240 länderspezifische Modelle wurden entwickelt. In vielen osteuropäischen, asiatischen und afrikanischen Ländern, wie zum Beispiel in Tschechien, der Slowakei, Russland, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Polen, Vietnam, Äthiopien, Angola und Mosambik, gehört er noch lange nach dem Ende seiner Produktion zum Straßenbild. Die starke Ausrichtung auf den Export führte allerdings zum Mangel an Fahrzeugen innerhalb der DDR. 1990 wurden die Restbestände (mehr als tausend Fahrzeuge) von einem Unternehmer in Heiligengrabe übernommen und weltweit verkauft. So füllte damals u.a. Vietnam seine Fuhrparks mit W50 auf.

Der W50 ist eine Glanzleistung soliden Fahrzeugbaus. Ein Meisterwerk ostdeutscher Ingenieurskunst, welches bis heute zuverlässig seinen Dienst tut – nicht zuletzt dank verfügbarer und preiswerter Ersatzteile.